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Schulen Eschenbach

Eschenbach "aktuell" Ausgabe 04/2022

Informatik

Medienbildungskonzept überarbeitet

Der kompetente und verantwortungsvolle Umgang mit neuen Medien und Informatik ist eine Kulturtechnik und gehört zu einer ganzheitlichen Bildung, die in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat. Um den veränderten Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen, haben die Schulen Eschenbach ihr Medienbildungskonzept überarbeitet.

Die traditionelle Lernlandschaft hat sich mit der Digitalisierung verändert: Schülerinnen und Schüler (SuS) sowie Lehrpersonen nutzen den digitalen Lernraum, indem sie regelmässig auf Online-Plattformen lernen, kommunizieren und kollaborieren.

 

Fit für die digitale Zukunft

Die Schulen Eschenbach haben es sich zum Ziel gemacht die SuS möglichst gut auf die mobile, vernetzte und digitalisierte Arbeitswelt vorzubereiten, die sie dereinst im Berufs- wie auch in der privaten Welt erwartet.

Auf dieser Grundlage trat am 1. Januar 2016 ein Medienbildungskonzept in Kraft. Im Schuljahr 2020/21 wurde das Konzept überarbeitet und den aktuellen und zukünftigen Anforderungen angepasst. Neuerungen ergaben sich vor allem in den Bereichen Datenschutz, Wissensmanagement sowie One-to-One-Computing. Bewährte Elemente wie die pädagogische ICT-Beratung der Lehrpersonen werden weiter ausgebaut.

 

Persönliche Geräte für Lernende und Lehrpersonen

Da der Computer für die SuS immer mehr zum Leitmedium wird, hat der Bildungsrat des Kantons St. Gallen im August 2021 die Empfehlung einer 1:1 Geräte Ausrüstung für SuS ab der 5. Klasse abgegeben. Die Schulen Eschenbach wollen dem Rat folgen und dadurch den Lehrpersonen und SuS eine mobile, orts- und zeitunabhängige Nutzung ermöglichen. Dabei wird auch der Einsatz der Cloudlösung Office365 weiter verstärkt. Vom Kindergarten bis in die 4. Klasse werden nebst Laptops mobile iPads pro Klassenzimmer eingesetzt. Dies heisst aber nicht, dass die SuS die ganze Unterrichtszeit hinter dem Bildschirm verbringen werden.

 

Rollende Ausrüstung

Somit werden ab dem Sommer 2022 die SuS der ersten Oberstufe einlaufend mit einem Gerät auf Leihbasis ausgerüstet werden. Ziel ist es, dass sie das erhaltene Gerät nebst dem Arbeiten im Fach Medien und Informatik, auch in den Bereichen Handhabung, Recherche und Lernunterstützung, sowie für die Produktion, Präsentation und Kollaboration (Zusammenarbeit) fächerübergreifend einsetzen können. Im Sommer 2024 sollen dann die ersten 5. Klässler ebenfalls ausgerüstet werden.

Auf Stufe Lehrpersonen konnten die Einheiten St. Gallenkappel, Goldingen und Walde bereits 1:1 mit den neuen Geräten ausgerüstet werden.

 

Deutsch als Zweitsprache

Überarbeitetes DaZ-Konzept

Mit zusätzlicher Unterstützung im Rahmen von «Deutsch als Zweitsprache» (kurz DaZ) sollen Schülerinnen und Schüler, die in ihrer Familie Deutsch nicht als Erstsprache erwerben, zusätzlich gefördert werden. Das dem Kleingruppenunterricht zugrundeliegende Konzept wurde nun überarbeitet.

Das bisherige DaZ-Konzept stammt aus dem Jahr 2011. Aufgrund einiger Anpassungen und Ergänzungen, sowohl seitens des Kantons als auch schulseitig, wurde eine Überarbeitung dieses Konzepts notwendig.

So wurde per 1. Februar 2022 ein neues DaZ-Konzept in Kraft gesetzt. Dieses basiert auf dem Sonderpädagogik-Konzept, dem Konzept Fördermassnahmen der Schulen Eschenbach, dem Kreisschreiben zur Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund sowie der kantonalen Handreichung Schullaufbahn.

 

Gleiche Chancen für alle

Gemäss dem DaZ-Konzept hat «Deutsch als Zweitsprache» das Ziel, schriftliche und mündliche Grundkompetenzen der deutschen Sprache zu erarbeiten, damit sich die Lernenden im Alltag zurechtfinden und dem Unterricht in der Klasse folgen können.

Grundkenntnisse der deutschen Sprache werden erworben. Zudem soll das Verständnis für die verschiedenen Kulturen geweckt und gefördert werden. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab dem ersten Kindergartenjahr bis zur neunten Klasse.

 

 

IT-Bildungsoffensive

Projekt Modellschule schreitet voran

Wie bereits im «Eschenbach aktuell» Ausgabe 8/2021 berichtet, startete im August das Modell-Schulprojekt der IT-Bildungsoffensive des Kanton St. Gallen. Passend zum Medienbildungskonzept und der kommenden 1:1 Ausrüstung testen die Schulen Eschenbach nun in allen Stufen den optimalen und sinnvollen Einsatz der digitalen Medien und Geräte.

«Blended Learning» heisst das Szenario, welches an den Schulen Eschenbach getestet wird. Das ist ein Lernmodell, in dem computergestütztes Lernen und klassischer Unterricht kombiniert werden. Zusätzlich soll das «One-to-One-Computing» (1:1 Ausrüstung der Schülerinnen und Schüler (Sus) mit persönlichen digitalen Geräten) in die Überlegungen einfliessen.

Im Entwicklerteam sind Lehrpersonen aus allen Stufen vertreten. Gemeinsam erarbeiten und testen sie neue Ideen für den optimalen Mix von digitalem und herkömmlichem Unterricht. Umfangreichere Erklärungen zum Modellschulprojekt und den unterschiedlichen Szenarien sind auf der Website der kantonalen IT-Bildungsoffensive unter
www.zitbox.ch nachzulesen.

 

Allgemeine Überlegungen

Um sich mit dem «Blended Learning» vertraut zu machen, hat sich das Entwicklerteam zuerst mit grundlegenden Fragestellungen zum Szenario auseinandergesetzt. Dabei wurde rasch erkannt, dass durch die Ergänzung des Präsenzunterrichts mit E-Learning-Settings die Lernprozesse einfacher individualisiert und allenfalls auch intensiviert werden können. Zudem entstehen für die Schüler und Schülerinnen neue Möglichkeiten, um sich zeit- und ortsunabhängig mit dem Lernstoff zu befassen und den Lernprozess selbst zu steuern.

Das Entwicklerteam hat sich gefragt, wie die Lehrperson mit dieser Erweiterung der methodischen Möglichkeiten umgehen soll, damit die Vielfalt zum Gewinn und nicht zur Belastung wird. Genau auf diesen Aspekt hat sich das Team dann konzentriert bei der Auswahl der ersten Entwicklungsziele. Ziel ist es, digitale Werkzeuge so in den Unterricht und in die Unterrichtsvorbereitung einzubauen, dass für die Lernenden ein Mehrwert geschaffen werden kann, ohne dass für die Lehrperson ein unverhältnismässiger Aufwand erwächst.

 

Testen und Ausprobieren

Anschliessend sind in verschiedenen Unterrichtsphasen Ideen ausprobiert worden. Wie dies abgelaufen ist, zeigen die nachfolgenden Erfahrungsberichte verschiedener Lehrpersonen:

 

 

Gamification auf dem Prüfstand (Zyklus 3; Sandra Egli)

«Die App Quizlet ist inzwischen bestimmt jedem Pädagogen bekannt: digitale Lernsets – selbst erstellt oder aus einem rasch wachsenden Pool aus geteilten Quizlets ausgewählt – ermöglichen das Lernen von Vokabeln oder anderen Inhalten wie in einem Lernkartensystem. Die App ordnet die Inhalte innerhalb der Sets für jeden Nutzer nach Lernfortschritt und individuellem Leistungsniveau. Ausserdem bietet sie verschiedene passende Lernspiele.

Für unser Szenario steht nicht das Spielen mit den fertigen Sets im Vordergrund. Wir haben nach Wegen gesucht, wie die SuS selber qualitativ gute und inhaltlich korrekte Fragen erstellen und sich so intensiv mit dem Thema auseinandersetzen können.

Das Quizlet-Experiment wurde in verschiedenen Fachbereichen durchgeführt und ausgewertet: Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (Ernährungspyramide), Englisch (Christmas traditions across the world), Medien & Informatik (Computer Grundlagen), Natur & Technik (Atmung & Lunge), Mathematik (Quadratzahlen & Kopfrechnen).

Dabei wurde festgestellt, dass das Erstellen von packenden Lern-Sets in Quizlet für Lehrpersonen wie auch für SuS Übungssache ist. Lernende, die in mehreren Fächern mit Quizlet konfrontiert waren, haben sich zu richtigen Experten entwickelt, wovon auch Parallel- und Nachfolge-Lehrpersonen profitieren.

Die Aussagen der SuS in den Rückmeldungen waren eindeutig – der Lerneffekt wird durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Lernstoff merkbar verstärkt. Dabei ist der

Effekt der Gamification nicht zu vernachlässigen: Spieltypische Elemente wie Teams, Fortschrittsbalken oder Ranglisten können die Motivation, das Engagement und die emotionale Bindung der Lernenden an den Lernstoff intensivieren.»

 

Lernerfolg spielerisch auswerten

(Zyklus 2; Andi Mathies)

«Im Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft stand ich mit meiner 6. Klasse bereits in der Schlussphase des Themas Elektrizität, als der Startschuss der Modellschule erfolgte. Ich suchte nach einer Einsatzmöglichkeit von «Blended Learning», die die SuS im Lernprozess auf die Lernkontrolle unterstützt. Diese fand ich in der Anwendung von Kahoot. Über die spielbasierte Lernplattform werden mehrere Geräte miteinander verbunden. Während der Moderator (Lehrperson oder SuS) Fragen und mögliche Antworten zeigt, müssen die Mitspielenden auf ihrem Gerät die richtige Antwort antippen, um das Quiz zu lösen.

Um den SuS das Tool näher zu bringen, durften sie ein bereits erstelltes Quiz über uns Lehrpersonen lösen. Dann erhielten sie den Auftrag, in der Gruppe zu einem Unterthema des behandelten Elektrizitäts-Stoffs ein eigenes Kahoot-Quiz zu erstellen. Anschliessend wurden alle vier Quiz mit der ganzen Klasse durchgespielt und zum Abschluss des Themas eine Lernkontrolle durchgeführt.

Auch in der 3. Klasse wurde Kahoot eingesetzt. Die Aufgabenbeschränkung pro Quiz wurde dabei noch tiefer gehalten. Zudem fand die Arbeit im Halbklassenunterricht statt. Durch mehrmaliges Arbeiten mit dem Tool erhielten die SuS eine gewisse Routine. So benötigte z.B. das Login immer weniger Zeit.

Bei der persönlichen Reflexion hob die Mehrheit der SuS den Spass-Faktor hervor. Es wurde aber auch festgestellt, dass der Lerneffekt bei den Elektrizitätsthemen durch das Erstellen eines eigenen Kahoots höher eingestuft wird, als durch das Lösen eines Quiz von Mitschüler/innen.»

 

 

Ich bin auch ein Beebot!

(Zyklus 1; Nadia Rava)

«Im 2. Kindergarten arbeite ich mit dem Sprachförderprogramm Lezus – von der Lauterfassung zur Schrift. Die Grundlagen des jeweiligen Themas haben wir miteinander im Plenum erarbeitet und dann mit Hilfe des Bee-Bots vertieft. Dies ist ein «Bienen-Roboter» mit dessen Hilfe Kinder das Programmieren spielerisch erlernen.

Bei meiner früheren Arbeit mit dem Bee-Bot habe ich gemerkt, dass die SuS eine gute Einführung in den Umgang mit dem Lehrmittel brauchen. Im Rahmen des «Blended Learning» wollte ich nun versuchen, den Bee-Bot mit analogen Mitteln zu erklären, um nachher das digitale Hilfsmittel optimal zu nutzen.

Dazu sollten SuS in einem Spiel selber in die Rolle des Bee-Bots schlüpfen, um die Steuerfunktionen des Roboters am eigenen Körper zu erleben. (Ein Kind war der Bee-Bot, ein zweites steuerte den Bee-Bot.) In einem nächsten Schritt programmieren sie den echten Bee-Bot und lösten dabei verschiedene Aufgaben zum Thema des Sprachprogamms.

Den Kindern hat die Arbeit mit dem Bee-Bot sichtlich Spass gemacht. Das eher trockene Sprachprogramm bekommt dadurch eine Aufwertung. Mit einer grossen Gruppe kann es für die Lehrperson jedoch etwas stressig werden, die SuS bei solch herausfordernden Aufgaben zu begleiten und unterstützen. Von Vorteil ist es, wenn man zu zweit ist oder die Bee-Bot-Aufgabe in einem Postenlauf mit bereits bekannten, analogen Aufgaben kombiniert.

Mit guter Planung und Vorbereitung ist der Bee-Bot eine Bereicherung für den Kindergartenunterricht.»

 

 

Wintersport

Schneereiche Wintersporttage

«S'hät Schnee – Juhee!» Nachdem der Wintersport in der Schule letztes Jahr eine Corona-Pause machen musste, fanden dieses Jahr endlich wieder die Wintersporttage und Skilager statt.

Die Oberstufenschüler konnten ihre Lagerwochen in Sedrun, Scoul oder in Obersaxen bei wunderschönem Wetter und tollen Schneeverhältnissen geniessen. Aber auch die Primarschule und der Kindergarten hatten erlebnisreiche und lässige Wintersporttage. Ob beim Skifahren im Atzmännig oder beim Schlittschuhlaufen, alle hatten ihren Spass!


Dokument Eschenbach_aktuell_Ausgabe_04_22_Schule_002.pdf (pdf, 1043.5 kB)

Datum der Neuigkeit 8. Apr. 2022
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